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Heilsbringer Johnson

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Von: Peter Rutkowski

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Heißt es bald von Boris Johnson: Er ist wieder da?
Heißt es bald von Boris Johnson: Er ist wieder da? © Stefan Rousseau/dpa

Der realen Welt bleibt nur Kopfschütteln ob des Versuchs der Torys, womöglich mit dem jüngst entmachteten Johnson an der Macht zu bleiben und Großbritannien weiter zu regieren.

Wir tun jetzt mal so, als wären wir britische Torys: Dann ist es nämlich das klügste, was man derzeit tun kann – dem abservierten „König der Welt“ Boris Johnson ehrerbietig die Krone von Downing Street wieder anzutragen. Wer sonst sollte den maroden Laden noch am Laufen halten? Eben. Der Mann, der sich die Welt so macht, wie sie ihm gefällt.

Der schnöden realen Welt bleibt nur Kopfschütteln ob dieses wahnwitzigen Versuchs einer Partei, die sich überlebt hat, irgendwie doch noch an der Macht zu bleiben. Wohlgemerkt: Selbst in der CDU gab es 2021 Stimmen, die die Wahlniederlage als Chance zur Regeneration guthießen. Von der Einsicht sind die Torys Lichtjahre entfernt. Im Prinzip muss man davon ausgehen, dass in der ältesten Partei der Welt egomanische Überlebenssucht dominiert.

So kann man sich erklären, dass ein kluger Profi wie Verteidigungsminister Ben Wallace seinen schillernden Ex-Boss Johnson wieder favorisiert: Der wird ihn ruhig weitermachen lassen. Liz Truss hätte ihn irgendwann als Konkurrenten oder Bauernopfer abserviert. Torys eben. Bericht S. 8

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