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OECD-Bildungsbericht: Politik muss Hausaufgaben machen

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Der neue OECD-Bildungsbericht: Politikerinnen und Politiker schneiden darin hierzulande mäßig ab.
Der neue OECD-Bildungsbericht: Politikerinnen und Politiker schneiden darin hierzulande mäßig ab. © Wolfgang Kumm/dpa

Die Politik muss Mittel finden, damit die Zahl von Menschen ohne Schulabschluss nicht steigt, sondern sinkt. Der Kommentar.

Im jährlichen OECD-Bildungsbericht schneiden Politikerinnen und Politiker hierzulande mäßig ab. Vor allem werden sie ermahnt, endlich ihre Hausaufgaben zu machen. Zwar ist die Zahl der Menschen mit hohem Bildungsabschluss in den vergangenen 20 Jahren gestiegen. Doch gleichzeitig verlassen immer mehr junge Männer und Frauen die Schule ohne Abschluss. Vor allem der letzte Befund ist bedenklich, weil die Zunahme darauf hinweist, dass die Politik das Problem nicht genügend bearbeitet. Und das, obwohl in immer mehr Branchen Fachkräfte fehlen.

Luft nach oben ist auch bei der Ausbildung von Lehrkräften und bei der Gestaltung des Arbeitsalltags in Schulen. Um diese Probleme zu lösen, gibt es bereits viele Konzepte und Vorschläge. Sie müssten halt umgesetzt werden, statt durch endlose Debatten verzögert zu werden.

Dass Poltikerinnen und Politiker hierzulande erfolgreich arbeiten können, zeigt der Blick auf die Zahl der Kindertagesstätten, die vor allem in den Nullerjahren durch einen starken Ausbau von Einrichtungen enorm stieg. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass seinerzeit die vorhandene Zahl der Betreuungsplätze für Jungen und Mädchen dramatisch gering war. Doch die Politik war lernfähig. Das lässt sich sicher wiederholen.

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