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MIGRATION

Hauptsache Italien

Thesegerne zwei zeilen

Fast acht Jahre ist es her, da besuchte Papst Franziskus die italienische Insel Lampedusa; es war seine erste Auslandsreise, und es war ein starkes politisches Signal: „Wir haben uns an die Leiden anderer gewöhnt. Es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht, es geht uns nichts an.“ Er bat um „Verzeihung“ für die Tausenden Menschen, die auf der Flucht übers Mittelmeer starben.

Was ist seither geschehen? Nichts. Lampedusa, schon damals ein Symbol für die brutale Abschottungspolitik der EU, wird wieder zum „Hotspot“. Außenminister Maas stellte jetzt die Aufnahme von Geflüchteten in Aussicht – wie viele, sagte er nicht. Es blieb bei dem üblichen, wie Hohn klingenden Aufruf, dass sich auch andere EU-Länder „solidarisch“ zeigen müssten. Der Appell wird verhallen, wie immer. Innenminister Seehofer warnt, wie immer, vor „bedenklichen“ Migrationszahlen. Und der „Spiegel“ fragt bang: „Steht Deutschland vor dem nächsten Flüchtlingssommer?“ Rhetorisch natürlich. Denn die EU wird antworten wie immer: mit mehr Grenzschutz, mit illegalen Pushbacks, mit Kriminalisierung von Seenotrettung. Mit Gewöhnung an das Leid anderer.

Aber es wird ja alles gut: Maas sagt, dass auch nicht gegen Corona geimpfte Deutsche Sommerurlaub in Italien machen können. Es muss ja nicht Lampedusa sein.

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