Organspende

Die größere Spendenbereitschaft zeigt: Aufklärung rettet Leben

  • Karin Dalka
    vonKarin Dalka
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Das Interesse an der Organspende ist deutlich gewachsen. Das ist gut so, und es zeigt: Debatten wie im Frühjahr über das neue Gesetz müssen immer wieder geführt werden. Der Kommentar.

Die Not schwerkranker Patientinnen und Patienten, die auf der langen Warteliste für eine Organspende stehen, lässt viele Menschen nicht kalt. Im Zuge der Kontroverse über eine Gesetzesreform, die im Februar zu einer Neuregelung geführt hat, waren viele anrührende Berichte über solche Schicksale zu lesen und zu hören. Sie haben viele Menschen aufgerüttelt. So lässt sich die leicht gestiegene Zahl der Organspenden erklären – und das enorm gewachsene Interesse an den Flyern und Ausweisformularen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung .

Wenn das keine gute Nachricht ist: Aufklärung kann Leben retten. Es darf nicht sein, dass das Thema wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet,

Dafür soll die gesetzliche Neuregelung sorgen: Wer noch keinen Organspendeausweis hat, soll regelmäßig bei Behördengängen und Arztbesuchen für das Thema sensibilisiert werden. Ob das wirkt, wird sich herausstellen, wenn sich das Gesetz nach einer angemessenen Zeit seriös evaluieren lässt. Gelegenheiten, sich anrühren zu lassen, gibt es aber schon jetzt, jederzeit.

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