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Greta Thunberg bei Atomkraft auf dem Holzweg

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Von: Joachim Wille

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Greta Thunberg (Mitte) ist nicht die einzige Klimaaktivistin. +++
Die Mehrheit der Klimabewegung teilt Greta Thunbergs (Mitte) Haltung zu Atomkraft nicht. © dpa

Mit ihrer – übrigens keineswegs neuen – Haltung zu Atomkraft lenkt Greta Thunberg Wasser auf die Mühlen von FDP und Union. Doch die Mehrheit der Klimabewegung denkt anders. Der Kommentar.

Greta“ für Atomkraft? Die Erfinderin der Fridays-for-Future-Bewegung ist kein glühender Fan der Kernspaltung zur Stromproduktion, hält sie aber für das kleinere Übel, verglichen mit Kohle und Erdgas. Das hat sie schon früher gesagt. Doch nun, da sie es auf die Debatte über eine AKW-Laufzeitverlängerung in Deutschland gemünzt hat, gehen die Wogen hoch. Die FDP hat Oberwasser, die Grünen ein Problem.

Tickt die klimabewegte junge Generation ganz anders als die Ökopartei, die vor vierzig Jahren auch aus der Anti-AKW-Bewegung entstanden ist? Bei Thunberg ist das offenbar so. Doch die Fridays-Bewegung in Deutschland denkt in der Mehrheit ähnlich wie die Grünen. Am Ausstieg soll nicht gerüttelt werden, ein Turbo beim Ausbau der Erneuerbaren soll das Strommangel- und das Klimaproblem lösen.

Thunberg lenkt Wasser auf die Mühlen von FDP und Union, die zwar 2011 den Atomausstieg beschlossen, den Ausbau der Erneuerbaren aber abwürgten und das Land so in Energie-Zwickmühle brachten. Diesen die Zukunft zu überlassen, kann (Super-GAU-)gefährlich werden.

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