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Es ist richtig, für Prävention oder Schutzräume wie Frauenhäuser mehr Geld zu fordern. Aber dabei darf es nicht bleiben.
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Es ist richtig, für Prävention oder Schutzräume wie Frauenhäuser mehr Geld zu fordern. Aber dabei darf es nicht bleiben.

Kommentar

Nicht weiter verharmlosen

  • Ruth Herberg
    vonRuth Herberg
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Gewalt gegen Frauen wird hierzulande nach wie vor nicht wirklich ernst genommen. Dabei geht das Thema uns alle an. Der Kommentar.

Immerhin wird darüber geredet, könnte man sagen. Doch das ist – wenn überhaupt – nur ein schwacher Trost. Denn Gewalt gegen Frauen wird hierzulande nach wie vor nicht wirklich ernst genommen, im Gegenteil.

Es gibt mittlerweile zwar viele gute Hilfsangebote. Und es ist richtig, für Prävention oder Schutzräume wie Frauenhäuser mehr Geld zu fordern. Aber dabei darf es nicht bleiben. Die Hilfe bringt nur dann etwas, wenn wir die Frauen darin unterstützen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Viele Betroffene schweigen; aus Scham, Angst vor Konsequenzen oder weil sie befürchten, dass ihnen niemand glaubt – Gewalt geht schließlich nicht immer mit offensichtlichen blauen Flecken einher. Deswegen müssen wir besser zuhören, besser hinschauen – und uns trauen zu handeln. An das bundesweite Hilfetelefon der Bundesregierung können sich beispielsweise auch Freunde oder Verwandte wenden.

Ausreden wie: „Der ist so ein netter Kerl, der würde so etwas nie tun“ dürfen nicht mehr gelten. Wer so denkt, verschließt die Augen vor der Wahrheit: Gewalt gegen Frauen passiert überall, und ist erst recht keine Frage des sozialen Milieus oder der Nationalität. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an. Wir dürfen sie nicht weiter verharmlosen.

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