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Gespaltene Linkspartei

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Pitt von Bebenburg

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Die Linke muss sich in diesen Tagen viele Fragen stellen.
Die Linke muss sich in diesen Tagen viele Fragen stellen. © Marc Müller/dpa

Die Parteispitze muss sich gegen Sahra Wagenknecht und ihre russlandfreundliche Truppe stellen, denn wer Putins Geschäft betreibt, hat in der Linkspartei nichts zu suchen.

Die Linke hat in der Geschichte Deutschlands bittere Erfahrungen mit Spaltungen gemacht. Dieses historische Versagen kann erklären, warum sich die Partei Die Linke so schwer damit tut, klare Kante in den eigenen Reihen zu zeigen. Dabei ist der Punkt erreicht, an dem das nötig wäre.

Sahra Wagenknecht und ihre mal aufs Nationale verengte, mal russlandfreundliche Truppe provozieren und treiben den Rest der Partei in vollem Bewusstsein vor sich her. Sie gefährden die Linke durch ihre Nähe zu rechten Positionen. Ihre Abspaltung scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Fraktionsspitze um Dietmar Bartsch lässt sie gewähren. Die Parteiführung scheint auf Einsicht zu hoffen.

Doch damit ist nicht zu rechnen, im Gegenteil. Wagenknechts Gefährte Oskar Lafontaine hat nicht nur mit seinem Affront kurz vor der saarländischen Landtagswahl gezeigt, dass dieser Flügel gerne den Zeitpunkt wählt, der den größtmöglichen Schaden für die Linke anrichtet.

Wenn sie das verhindern wollen, müssen die Parteichefs das Heft des Handelns jetzt in die Hand nehmen. Auch um den Preis einer Spaltung, die inhaltlich längst Realität ist. Denn wer Putins Geschäft betreibt, kann nicht länger Teil einer demokratischen Linkspartei sein. Bericht S.7

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