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Klimaziel geschafft – doch ausruhen ist nicht!

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Von: Joachim Wille

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Menschen kämpfen an Fridays for Future für die Umwelt. Bislang hat Deutschland seine Klimaziele erreicht. Das soll auch weiterhin so bleiben.
Menschen kämpfen an Fridays for Future für die Umwelt. Bislang hat Deutschland seine Klimaziele erreicht. Das soll auch weiterhin so bleiben. © Bernd Wüstneck

Damit Deutschland auch weiterhin die Klimaziele erreicht, müssen hierzulande die Ökoenergie und die Gebäudesanierung ausgebaut sowie die Verkehrswende beschleunigt werden. Der Kommentar.

Minus 40,8 Prozent CO2 seit 1990. Na also. Deutschland hat sein Klimaziel geschafft. Alles andere wäre peinlich gewesen für den alten Klimaweltmeister, der in den vergangenen Jahren doch glatt dabei war, seinen guten Ruf zu verspielen. Nur leider hat er das nicht ganz ohne höchst zweifelhafte Helfer geschafft: die Coronaviren, die Industrie und Verkehr in den Lockdown schickten. Die Pandemie hat so knapp drei Prozentpunkte beigesteuert.

Aber wir wollen nicht ungerecht sein. Die Bundesregierung und die EU haben zu dem Erfolg durchaus beigetragen. Ohne den beginnenden Kohleausstieg, steigende Ökostromanteile und die höheren CO2-Preise im Emissionshandel wäre die 40-Prozent-Marke in weiter Ferne geblieben.

Freilich gibt es nun wirklich keinen Anlass, sich auf diesen Erfolgen auszuruhen. Denn zündet die Regierung nicht schnell einen Klimaschutzturbo, wird die CO2-Bilanz ganz schnell wieder trübe aussehen. Schon 2021 droht ein erneuter Anstieg der Emissionen, wenn die Corona-Erholung planmäßig geling.

Was tun? Ökoenergieausbau kräftig beschleunigen, echte Verkehrswende vorantreiben (nicht nur E-Autos subventionieren), Tempo der energetischen Gebäudesanierung verdoppeln. Und dazu nicht auf die nächste Bundesregierung warten.

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