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Wahlniederlage in Shropshire: Gelb-Rot für Boris Johnson

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Von: Sebastian Borger

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Boris Johnson
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson. © Hollie Adams/dpa

Britische Wählerinnen und Wähler haben dem lügenhaften Premier verdeutlicht, dass er seine Politik ändern muss oder am Ende ist. Ein Kommentar.

Vieles spricht dafür, dass die Wahlniederlage im Advent den Anfang vom Ende der Ära Boris Johnson in Großbritannien markiert. Die Nachwahl von Shropshire war nötig, nachdem der langjährige konservative Abgeordnete seinen Hut nehmen musste. Owen Paterson hatte gegen Lobbying-Regeln verstoßen, das Parlament hatte ermittelt und wollte den Tory-Veteranen bestrafen – da ließ der Premierminister zugunsten des Brexit-Gesinnungsfreundes die geltenden Regeln aushebeln.

Zwar scheiterte das Vorhaben am Widerstand der Opposition. Doch hatte Johnson einen Eindruck bestätigt, dass für den Premier und sein Team andere Regeln gelten als für die alle anderen. So feierten während des Corona-Lockdowns im vergangenen Advent einige in Downing Street eine Party.

Der dauernde, wohldokumentierte Verstoß gegen alles fair play hat im tiefkonservativen Shropshire Spuren hinterlassen. Unmissverständlich haben die Wählerinnen und Wähler dem lügenhaften Premier verdeutlicht: Entweder erfindet sich der 57-Jährige neu oder seine von Panik ergriffene Partei weist ihrem einst gefeierten Chef die Tür.

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