Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Billigere Preise für Lebensmittel haben langfristige Folgen.
+
Billigere Preise für Lebensmittel haben langfristige Folgen.

Lebensmittel

Geiz ist nicht mehr geil

  • Thomas Kaspar
    vonThomas Kaspar
    schließen

Die großen Handelsketten unterbieten sich bei den Preisen für Nahrungsmittel – auf Kosten der Produzent:innen und langfristig auch der Umwelt. Der Kommentar.

Was kommt dabei heraus, wenn Nahrung jahrzehntelang allein mit dem Ziel der Gewinnoptimierung produziert wird? Das Ergebnis kann man in jedem Supermarkt beweinen. „Es darf nicht sein, Lebensmittel zu Billigstpreisen zu verschleudern.“ Verbraucherzentralen-Chef Müller formuliert stellvertretend die Wut und Frustration der Beschäftigten in der Landwirtschaft und von Konsument:innen.

Agrarministerin Klöckner schlägt als Abhilfe die zigste Kennzeichnung vor. Dadurch ändert sich das Verhalten vor dem Regal bestimmt nicht. Zu tief wirkt die „Geiz ist geil“-Gehirnwäsche der großen Handelsketten.

Es bedarf eines grundsätzlichen Umdenkens in der ganzen Lieferkette. Billigpreise sind nur möglich, weil die industrielle Fertigung Umweltkosten vernachlässigen kann. Würden diese etwa bei der konventionellen Fleischerzeugung eingerechnet, würde ein Kilo Schnitzel statt 1,48 Euro dann 1,90 Euro kosten, wie eine Studie von Foodwatch zeigt. Die Differenz zum Biofleisch wäre nur minimal.

Das würde gerade Geringverdiener:innen etwas stärker belasten. Aber die Kosten für die Zerstörung der Umwelt müssen alle schon jetzt bezahlen. Es wird Zeit, sie an der richtigen Stelle einzupreisen und die Landwirtschaft fair dafür zu entlohnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare