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Gefährliches Säbelrasseln in Nordkorea

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Dieses Foto stammt von Nordkoreas offizieller Zentraler Nachrichtenagentur KCNA. Es soll Nordkoreas neue ballistische Interkontinentalrakete „Hwasong Gun 17“ vor ihrem Start am internationalen Flughafen von Pjöngjang zeigen.
Dieses Foto stammt von Nordkoreas offizieller Zentraler Nachrichtenagentur KCNA. Es soll Nordkoreas neue ballistische Interkontinentalrakete „Hwasong Gun 17“ vor ihrem Start am internationalen Flughafen von Pjöngjang zeigen. © KCNA/afp

Zwar wird es der koreanische Machthaber Kim Jong-un nicht schaffen, Korea zur weltweit stärksten Atomstreitmacht zu machen. Doch gefährlich bleibt es für Südkorea und Japan trotzdem. Der Kommentar.

Pjöngjang – Nicht nur für die Menschen in Südkorea und Japan ist beunruhigend, wenn der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un nach den zahlreichen international geächteten Raketentests nun verkündet, künftig über die weltweit stärkste Atomstreitmacht verfügen zu wollen.

Zwar wird das Regime in Pjöngjang das selbstgesteckte Ziel nicht erreichen können, weil das isolierte Land mit einer Bevölkerung von etwa 25 Millionen Menschen dafür ökonomisch schlicht nicht fähig ist. Doch für die Nachbarstaaten Südkorea und Japan ist Kims Ankündigung gleichbedeutend mit weiteren Raketentests oder anderen militärischen Machtdemonstrationen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich noch enger an die Seite der USA zu stellen. Tokio könnte die immer aggressiver werdend Politik Kims dazu nutzen, weiter aufzurüsten.

Kim Jong-un will die internationale Aufmerksamkeit

US-Präsident Joe Biden ist derzeit allerdings keine große Hilfe beim Konflikt mit Nordkorea. Ihn absorbiert die Konfrontation mit China, der Ukraine-Krieg und die ökonomische Probleme seines Landes. Obendrein nutzt Chinas Staatspräsident Xi Jinping ein säbelrasselndes Nordkorea, um Druck auf die Nachbarstaaten Japan und Südkorea auszuüben. Es ist also zu befürchten, dass Kim diesen Spielraum weiter nutzen wird, um internationale Aufmerksamkeit zu erlangen. (Andreas Schwarzkopf)

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