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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der Pressekonferenz zur Corona-Pandemie am 21.01.2021.
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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der Pressekonferenz zur Corona-Pandemie am 21.01.2021.

Kommentar

Gefährliche Ruhe

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Kanzlerin Angela Merkel mag in der Corona-Krise beruhigend wirken, aber einschläfern lassen sollte sich die Gesellschaft nicht.

Diesem Gefühl kann sich wohl kaum jemand entziehen: Mit Ernst und Umsicht arbeitet Angela Merkel an der Bewältigung dieser „Jahrhundert-Katastrophe“. So war sie bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstag zu erleben, und so kennen wir es seit 15 Jahren: Die Wirklichkeit ist ein Werkstück, und „daran müssen wir arbeiten“, wie die Kanzlerin gern sagt.

Ein paar Dinge drohen allerdings hinter dem sichtbehindernden Wörternebel („Gefahr sehr ernst nehmen“, „Vorsorge für unser Land“, „möglichst viel Gleichklang“) unsichtbar zu werden. Da kam etwa die Frage, warum kein Geld da sei, um die relativ teuren FFP2-Masken kostenlos an Menschen mit Hartz IV abzugeben. Merkels Antwort: „Wenn die Situation sehr lange anhält, müssen wir darüber nachdenken, ob wir da helfen müssen.“ Auf Deutsch: Nichts gibt’s, bis auf weiteres. Ähnlich nebulös die Äußerungen zur globalen Impfstoffverteilung oder zu „No Covid“, also Einschränkungen auch in produzierenden Unternehmen.

Die Bundesregierung dürfte nach bestem Wissen und Gewissen „daran arbeiten“, Corona einzudämmen. Aber wo bleibt die Debatte über das ganze Spektrum möglicher Alternativen? Angela Merkel mag beruhigend wirken, aber einschläfern lassen sollte sich die Gesellschaft nicht.

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