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Öl-Embargo gegen Russland: Geduld und Sanktionen

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Aufgrund des Ukraine-Kriegs werden Gas und Öl teurer, jetzt muss Deutschland handeln. (Symbolbild)
Aufgrund des Ukraine-Kriegs werden Gas und Öl teurer, jetzt muss Deutschland handeln. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

Weil der Krieg in der Ukraine auch ökonomisch entschieden wird, sollte die EU nach dem Öl-Embargo gegen Russland schnell von dessen Gas loskommen. Der Kommentar.

Endlich hat die EU ein Ölembargo gegen Russland erlassen. Das wird Putins Krieg und die Gräuel der russischen Armee in der Ukraine nicht sofort stoppen. Das können nur der Autokrat und sein Regime. Sanktionen zielen zunächst darauf ab, Untaten politisch zu ächten. Sie wirken langfristig und tragen dazu bei, den Preis für den Krieg für Moskau in die Höhe zu treiben, und sollen Putin so dazu bringen einzulenken.

Deshalb ist es auch vertretbar, wenn Brüssel stufenweise vorgeht, um sich möglichst wenig selbst zu schaden. Doch erste Firmen haben bereits begonnen, den Handel mit russischem Öl einzustellen. Andere folgen. In acht Monaten soll das Embargo nahezu vollständig umgesetzt werden, Ungarn und die Slowakei haben noch etwas mehr Zeit. Auch das ist nicht optimal, aber vertretbar.

Öl-Embargo gegen Russland: Nicht jeder kann sich steigende Energiepreise leisten

Weil der Krieg eben nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch ökonomisch entschieden wird, sollten die anderen EU-Staaten zudem möglichst schnell von russischem Gas loskommen. Sie sollten zudem mit Staaten wie Indien sprechen, damit sie nicht zusätzlich russisches Öl ordern und so das Embargo schwächen.

Nicht vergessen werden sollte, all jene Menschen in Europa finanziell zu unterstützen, die sich steigende Energiepreise nicht leisten können, damit sie nicht gedrängt werden, sich gegen die Sanktionen zu stellen. (Andreas Schwarzkopf)

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