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Freie Fahrt in den Stau

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Von: Joachim Wille

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Das deutsche Straßennetz wird seit Jahrzehnten länger und der Verkehr immer dichter. Die FDP aber tut so, als gelte dieses Quasi-Naturgesetz in Ampel-Deutschland nicht.
Das deutsche Straßennetz wird seit Jahrzehnten länger und der Verkehr immer dichter. Die FDP aber tut so, als gelte dieses Quasi-Naturgesetz in Ampel-Deutschland nicht. © Jan Woitas/dpa

Der FDP-Vorstand hält es für zwingend, die Straßen-Infrastruktur schnell zu erweitern. Ist das der „Aufbruch in der Mobilitätspolitik“, den die Ampel im Koalitionsvertrag versprochen hat? Die „nachhaltig“, „effizient“, „intelligent“ und „bezahlbar“ ist? Der Kommentar.

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Der Spruch ist zwar uralt, aber je älter, desto wahrer. Das deutsche Straßennetz wird seit Jahrzehnten länger und der Verkehr immer dichter. Die FDP aber tut so, als gelte dieses Quasi-Naturgesetz in Ampel-Deutschland nicht und eskaliert den neuesten Koalitionskonflikt.

Der Parteivorstand hält es für zwingend, auch die Straßeninfrastruktur schnell zu erweitern. Verkehrsminister Wissing (FDP) soll im Streit mit den Grünen nur nicht nachgeben. Ist das der „Aufbruch in der Mobilitätspolitik“, den die Ampel im Koalitionsvertrag versprochen hat? Die „nachhaltig“, „effizient“, „intelligent“ und „bezahlbar“ ist?

Wohl kaum. Es ist die Fortsetzung einer völlig antiquierten Autopolitik, die die Klimaziele mit Vollgas durch den Auspuff jagt und das bestehende Verkehrsnetz auf Verschleiß gefahren hat. Straßen, Brücken, Bahntrassen bröselten vor sich hin, während neue Autobahnen ins längst voll erschlossene Land asphaltiert wurden. Ergo? Die FDP sollte „mehr Fortschritt wagen“. Für die, die keinen SUV fahren.

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