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Gewalt gegen Frauen

Frauenhäuser unterstützen

  • Ruth Herberg
    VonRuth Herberg
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Es ist gut, wenn die Innenminister:innen im Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen Gesetze verschärfen wollen, noch besser wäre es, die Hilfe für Frauen finanziell dauerhaft abzusichern. Der Kommentar.

Immerhin beschäftigen sich die Innenminister:innen bei ihrer Konferenz überhaupt mit der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. 141 792 Fälle von Partnerschaftsgewalt im Jahr 2019 – mehr als 80 Prozent der Betroffenen waren Frauen – machen die Relevanz mehr als deutlich. Wenn die SPD nun also das Strafrecht anpassen will, ist das zu begrüßen. Der Vorschlag aus Niedersachsen, auch frauenfeindliche Motive explizit als strafverschärfende Umstände ins Strafgesetzbuch aufzunehmen, geht in die richtige Richtung. Allerdings ist es mehr als fraglich, ob das mit der Union zu machen ist – und wenn ja, wie lange das dauert.

Sinniger wäre es, zusätzlich an beim Schutz gefährdeter Frauen und damit bei Frauenhäusern und Beratungsstellen anzusetzen. Deren Arbeit muss endlich dauerhaft finanziell abgesichert werden. Nur so ist ein niedrigschwelliges Angebot unabhängig vom Aufenthaltsstatus oder Einkommen der Frauen zu erreichen. Zusätzlich muss es einen Rechtsanspruch auf Schutz und damit einen Platz in einem Frauenhaus geben. Anstatt allein auf die abschreckende Wirkung härterer Strafen zu setzen, könnten Bund und Länder Gewalt gegen Frauen so nämlich tatsächlich bekämpfen: indem sie die Orte unterstützen, an denen bedrohte Frauen Schutz finden.

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