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FRANKREICH

Langer Atem der Elite

  • Sabine Hamacher
    vonSabine Hamacher
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Um die Spitzenjobs in der französischen Verwaltung allen Gesellschaftsgruppen zu öffnen, braucht es mehr als die plakative Abschaffung der Elitehochschule ENA.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist ein Mann großer Gesten. Die Elitehochschule ENA, berühmt-berüchtigte Kaderschmiede für die hohen Verwaltungsposten, will er abschaffen. Wie schon vor zwei Jahren vor dem Hintergrund der Gelbwestenproteste angekündigt, soll ein neues Institut des öffentlichen Dienstes mehr Durchlässigkeit, mehr Aufstiegschancen auch für junge Menschen aus bildungsfernem Milieu ermöglichen. Das Kabinett hat die Reform am Mittwoch gebilligt.

Doch die Frage bleibt, ob künftig wirklich mehr junge Frauen und Männer etwa aus den stigmatisierten Vorstädten den Weg nach oben nehmen werden. Denn die Hürden wie mangelnde Förderung und verkrustete Strukturen sind ja nicht plötzlich weg. Und es gab auch bislang schon Versuche –zum Beispiel mit Vorbereitungsklassen – zu verhindern, dass die Spitzenfunktionär:innen sich fast ausschließlich aus einem homogenen Kreis Bessergestellter rekrutieren. Sie haben kaum gefruchtet. Damit die im Moment noch exklusiven Jobs wirklich allen gesellschaftlichen Gruppen offenstehen, braucht es mehr als einen symbolischen Akt für den schnellen Applaus.

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