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Ein Flüchtlingslager in Griechenland.
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Ein Flüchtlingslager in Griechenland.

Kommentar

Flüchtlingslager in Griechenland: Labor für Überwachung

  • Viktor Funk
    VonViktor Funk
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Griechenland nimmt das Überwachungssystem „Centaur“ in Betrieb: Es soll Asylsuchende in den Camps auf beobachten und ihr Verhalten analysieren. Dieser Wahn muss gestoppt werden. Der Kommentar.

Was sich in den Flüchtlingscamps auf einigen griechischen Inseln abspielt, droht uns allen. Es geht um die lückenlose Überwachung von Menschen, um pauschale Verdächtigungen und Entrechtung.

Bezahlt vom Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger der EU nimmt Griechenland derzeit das Überwachungssystem „Centaur“ in Betrieb: Es soll Asylsuchende in den Camps auf Schritt und Tritt beobachten und ihr Verhalten analysieren. Geschehen kann das nur, weil die Menschen hinter dem Stacheldraht, von denen die meisten Schutz und Sicherheit suchen, Menschen, die der Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit entfliehen wollen, keine Möglichkeiten haben, sich dagegen zu wehren. Die Lager werden so zu einem Labor für neue Überwachungstechniken. Was sich dort als erfolgreich erweist, das wird früher oder später für den Normalbetrieb vorgeschlagen – also für den breiten Einsatz in der EU.

Als wild, gewalttätig und lüstern galten in der griechischen Mythologie die Kentauren – halb Mensch, halb Pferd. Wer ein Programm dieses Namens gegen Schwache einsetzt, zeigt, was für ein Menschenbild er hat – und was er von Menschenrechten hält. Der Überwachungswahn gegen Geflüchtete muss gestoppt werden. Früher oder später droht er uns allen.

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