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Urteile im Prozess um Kindesmissbrauchskomplex Münster: Der Hauptangeklagte verdeckt sein Gesicht.
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Urteile im Prozess um Kindesmissbrauchskomplex Münster: Der Hauptangeklagte verdeckt sein Gesicht.

Kindesmissbrauch

Fall Münster: Konservative nutzen den Missbrauchsfall kalkuliert für ihre Zwecke

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Die hochkochenden Emotionen rund um den Missbrauchsfall Münster decken die zynischen Mechanismen in der Politik auf. Der FR-Kommentar.

Das Urteil in Münster lässt aufatmen: Der Hauptangeklagte der Missbrauchsfälle wurde zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Ächzen lassen die fatalen Mechanismen in der Folge.

Kindesmissbrauch ist so entsetzlich, dass der Social-Media-Mob glaubte, dem Täter jede Humanität absprechen zu können. Doch wer andere „Monster“ nennt, verweist nur auf das Monster in sich selbst. Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung, und danach bleiben Verurteilte immer noch Menschen. Deren Würde gerade in so einem schrecklichen Fall anzuerkennen, bildet den Kern von Zivilisation.

Missbrauch in Münster: konservative nutzen Emotionen

Zynisch ist: Die hochkochende Emotion nutzen Konservative kalkuliert für ihre Zwecke. Diesmal darf Armin Laschets Innenminister Reul ins Fernsehen, und sofort fordert er die Aufweichung des Datenschutzes. Richtig ist: Wie immer lassen sich zahlreiche Maßnahmen außerhalb der Polizei anführen, die wirksamer geschützt hätten. Jugendämter etwa sind viel zu schlecht ausgestattet, um Missbrauch zu erkennen, vom Beheben ganz zu schweigen.

Beide Mechanismen könnten Politikerinnen und Politiker durchbrechen, indem sie einfach die TV-Minuten für Mitgefühl für die Opfer und eine Verbesserung der sozialen Fürsorge verwenden. (Thomas Kaspar)

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