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Europa ohne Facebook – ja, bitte!

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Von: Thomas Kaspar

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Im Jahresbericht droht Meta: Der strenge Datenschutz in den europäischen Ländern könnte das Ende für Instagram, Facebook & Co. bedeuten – darauf kann es nur eine Antwort geben.

Früh formierte sich europäischer Widerstand gegen die als soziales Netzwerk getarnte intransparente Datenkrake Facebook. Der Aktivist Max Schrems etwa kämpft unermüdlich dafür, dass Kontoinformationen nicht unkontrolliert in die USA fließen.

Eckt nicht nur in Europa an: Meta-CEO Mark Zuckerberg, hier 2018, damals noch als Facebook-Chef.
Eckt nicht nur in Europa an: Meta-CEO Mark Zuckerberg, hier 2018, damals noch als Facebook-Chef. © Josh Edelson/afp

Meta kontrolliert mit Google den Großteil des Werbemarktes im Web

Inzwischen heißt Facebook Meta und wertet auch Daten von Instagram und Whatsapp aus. Der Riese kontrolliert mit Google den Großteil des Werbemarktes im Web. Wenn Mark Zuckerberg nun damit droht, seine Dienste aus Europa abzuziehen, falls er keine personalisierten Anzeigen mehr zeigen darf, kann die einzige Antwort nur sein: ja, bitte! Wer sich nicht an europäische Datenschutzverordnungen hält, wer Urteile zu Anonymisierung und Vermeidung von Hassrede nicht akzeptiert, hat hier nichts verloren.

Zuckerberg wird niemals auf den riesigen Markt in Europa verzichten

Europa mit eigenen sozialen Netzwerken oder gemeinwohlorientierten Messenger-Diensten, weil Monopolist Meta anderen Luft zum Atmen lässt, – das wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Zuckerberg wird niemals auf den riesigen Markt verzichten. Die EU darf nur eines nicht: auf den Bluff hereinfallen und klein beigeben. (Thomas Kaspar)

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