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Auf der Ostsee liegt das russische Verlegeschiff „Fortuna“ (r) auf Reede vor dem Seehafen Rostock, links das russische Offshore-Spezialschiff „Katun“.
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Auf der Ostsee liegt das russische Verlegeschiff „Fortuna“ (r) auf Reede vor dem Seehafen Rostock, links das russische Offshore-Spezialschiff „Katun“.

Kommentar

Europäisch ist anders

  • Ulrich Krökel
    VonUlrich Krökel
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Das deutsch-russische Pipeline-Projekt ist ein antieuropäischer Akt - daran lässt sich nichts schönreden. Ein Kommentar.

Die USA haben Sanktionen gegen Nord Stream 2 verhängt. In Berlin sieht man darin einen Bruch des Völkerrechts. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die Pipeline anlandet, sprechen viele von einem antieuropäischen Akt.

Richtig ist, dass die US-Sanktionen in ihrem imperialen Gebaren inakzeptabel sind. Zugleich zeigt der Streit aber, in welch unerträglicher Weise sich die Verantwortlichen in Deutschland den Fall schönreden. Stichwort antieuropäisch: Erst am Donnerstag wieder forderte das EU-Parlament einen sofortigen Baustopp.

In Wahrheit war die Entscheidung von 2005, mit Wladimir Putins Gazprom-Staat eine Pipeline durch die Ostsee zu bauen, antieuropäisch. Es ging darum, die Transitstaaten zwischen Russland und Deutschland auszubooten – und das ein Jahr nach der EU-Ost-Erweiterung. Dieser feindliche Akt gegen Freunde wirkt bis heute. In Polen etwa gehört das Thema Nord Stream zu den Dauerbrennern. Das ist keine Sache von PiS-Nationalisten, sondern berührt polnische Urängste, die sich aus einer 200-jährigen Geschichte deutsch-russischer Aggressionen speisen.

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