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CO2-Reduktion

Corona-Hilfspakete und Klimaziele der EU könnten zum „Klimaturbo“ werden

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Das verschärfte Klimaziel der EU wird nur erreicht, wenn Etat und Corona-Hilfen dazu genutzt werden, das Erreichen der Ziele zu unterstützen. Ein Kommentar.

  • Die Regierungen der EU-Staaten haben sich auf ein verschärftes Klimaziel für 2030 geeinigt.
  • Die EU möchte den CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 1990 um 55 Prozent senken.
  • Um die Ziele zu erreichen, können Mittel aus den Corona-Hilfspaketen der EU eingesetzt werden.

Brüssel - Die EU bekommt ein neues, verschärftes Klimaziel für 2030. Das ist ein gutes Signal. Für Europa und die Welt. Die Regierungen der EU-Staaten haben die von der Brüsseler Kommission vorgeschlagene CO2-Reduktionsmarke von „mindestens 55 Prozent“ gegenüber 1990 abgenickt. Auch die notorischen Bremser aus Osteuropa, deren Energieversorgung noch stark kohlelastig ist, gaben ihre Blockade auf.

Die EU bekommt ein neues, verschärftes Klimaziel für 2030.

EU-Budget und Corona-Hilfspakete müssen zum Erreichen der Klimaziele eingesetzt werden

Auf zwei Dinge kommt es nun an. Erstens müssen EU-Budget und Corona-Hilfspakete tatsächlich so genutzt werden, dass sie das Erreichen der Klimaziele unterstützen und nicht in fossile Kanäle fließen. Und zweitens müssen vorhandene Schlupflöcher geschlossen werden – vor allem die geplante Anrechnung der natürlichen CO2-Entnahme aus der Luft etwa durch Wälder auf die Reduktionspflicht. Das ist möglich in den anstehenden Verhandlungen für ein EU-Klimagesetz.

Europa setzt sich wieder an die Spitze des internationalen Klimaschutzes. Auch wenn man nüchtern konstatieren muss: Das neue CO2-Ziel ist immer noch zu schwach, wenn man es am eigentlichen Sicherheitslimit von maximal 1,5 Grad Erwärmung misst. Dafür wären 65 Prozent Reduktion nötig gewesen. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Green-Deal-Milliarden den Klimaturbo auslösen. (Joachim Wille)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen

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