Griechisch-türkischer Konflikt

Erdogan spielt mit dem Feuer

  • Frank Nordhausen
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Die EU muss den Streit zwischen Athen und Ankara schlichten, damit nicht bald Schiffe von Nato-Partnern aufeinander feuern

Die Gefahr eines militärischen Konflikts zwischen den Nato-Partnern Türkei und Griechenland wächst. Die Türkei hat neue Gaserkundungen im griechischen Seegebiet nahe der kleinen Insel Kastellorizon angekündigt, die Regierung in Athen mobilisiert ihre Kriegsschiffe. Für Freitag hat Athen die EU-Außenminister zu einer dringlichen Videokonferenz über die „extrem besorgniserregende“ Lage in der Region zusammengerufen.

Die EU muss sich eingestehen, dass ihre Appeasementpolitik gegenüber dem türkischen Präsidenten Erdogan gescheitert ist. Um die oft beschworene „volle Solidarität“ mit den EU-Staaten Griechenland und Zypern zu belegen, muss sie auch mal Zähne zeigen. Sonst könnten demnächst türkische auf griechische Kriegsschiffe feuern und damit die EU angreifen. Ein Alptraum.

Deshalb müssen die EU-Außenminister einen Weg des Dialogs suchen, der es den Konfliktparteien ermöglicht, gesichtswahrend aus der Eskalationsspirale herauszukommen. Dafür braucht es rote Linien und glaubwürdige Vermittler. So schnell wie möglich.

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