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Grüne

Entschieden unentschieden

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Die Grünen fordern vieles, das sich in einem Linksbündnis eher durchsetzen ließe als mit CDU und CSU. Warum sagen sie dann nicht, dass sie dieses Bündnis wollen? Ein Kommentar.

Vielleicht sind ja bei den Grünen besondere Schlitzohren am Werk: Weil alle Welt über Schwarz-Grün diskutiert, sammeln sie irgendwo in der Fangemeinde von Angela Merkel die Stimmen ein, die sie dann doch für ein Bündnis mit SPD und Linkspartei nutzen.

Nein, so viel eindeutige, wenn auch heimliche Sympathie für Grün-Rot-Rot lässt sich Annalena Baerbock und Robert Habeck kaum unterstellen. Aber jenseits ihrer entschiedenen Unentschiedenheit in Sachen Koalitionen fordern sie vieles, das sich in einem Linksbündnis eher durchsetzen ließe als mit CDU und CSU: Vorrang für Ökologie, Investitionen in die öffentliche Daseinsvorsorge, „Garantiesicherung“ statt Hartz IV.

Hinzu kommt: Da die Grünen ausdrücklich „um die Führung des Landes“ kämpfen wollen (Annalena Baerbock), spricht auch demoskopisch einiges für ein Linksbündnis. Ins Kanzleramt kommen sie höchstwahrscheinlich nur mit Grün-Rot-Rot.

Aber warum sagen sie nicht, dass sie das wollen? Entweder sie setzen, quer zu vielen eigenen Forderungen, doch auf Schwarz-Grün. Oder sie wollen Grün-Rot-Rot – und glauben, dass dieses Ziel nur zu erreichen ist, wenn sie es dem Wahlvolk verschweigen. Beides wäre kein Kompliment für den Zustand deutscher Parteipolitik.

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