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Ende mit Schrecken

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Bundeswehr muss überlegen, ob sie sich weiter an dem UN-Einsatz in Mail beteiligt, wenn die dortige Regierung die Mission torpetiert und sie deshalb kaum erfolgreich sein kann

Nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ sollte die Bundesregierung innerhalb der Vereinten Nationen darauf hinwirken, den UN-Einsatz Minusma in Mali zu beenden, statt das Engagement der Bundeswehr auszusetzen. Denn um erfolgreich zu sein, fehlt der Mission zu vieles.

Die malische Regierung hat mit den verweigerten Überflugrechten erneut gezeigt, wie wenig sie den internationalen Einsatz unterstützt. Auch das französische Kontingent haben die Putschisten in Mali mit ähnlichen Entscheidungen aus dem Land getrieben. Die Militärjunta hat aber nicht nur die westlichen Staaten feindselig behandelt, sondern mit der Gruppe Wagner russische Söldner ins Land geholt. Doch gegen den Willen der amtierenden Regierung und ohne den Rückhalt großer Teile der Bevölkerung Malis lässt sich die UN-Mission kaum erfolgreich fortführen.

Zusätzlich fehlte den vorwiegend militärischen Einsätzen des Westens und der UN eine umfassender Entwicklungshilfe. Sie wäre aber nötig, um mit den Menschen in Mali und der Sahelzone Perspektiven zu erarbeiten, um überleben zu können. Dies würde wohl auch den Einfluss von dschihadistischen Kräften in der Region zurückdrängen. Ein derartiges umfassendes Konzept ist aber nicht in Sicht. Bericht S. 6

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