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Einreisen kontrollieren

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Von: Ursula Rüssmann

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Reisende rollen Gepäck am internationalen Abflugterminal am Hauptstadtflughafen in Peking.
Reisende rollen Gepäck am internationalen Abflugterminal am Hauptstadtflughafen in Peking. © Andy Wong/dpa

Sich auf Pekings Informationspolitik zu verlassen heißt, die Chancen auf eine Kontrolle des Virus im eigenen Land zu verspielen. Der Kommentar.

Wir erleben ein beklemmendes Déjà-vu: Wie vor drei Jahren beklagen die Staaten und die Weltgesundheitsorganisation jetzt wieder, dass China zu schleppend informiert über die rasante Ausbreitung des Corona-Virus, vor allem über eventuelle Varianten. Was damals folgte, wissen wir. Und auch jetzt besteht die Gefahr, dass unbemerkt Virusformen einsickern, die die Hoffnung auf das Ende der Pandemie zerstören.

Die Lehre aus 2020 ist: Wer Chancen haben will, das zu verhindern, darf sich nicht auf Peking verlassen (das die Lage womöglich selbst nicht im Griff hat), sondern muss selbst kontrollieren – und zwar sofort. Kanada, die USA, Israel, Australien, auch die EU-Staaten Frankreich, Spanien und Italien sind vorgeprescht. Die EU als ganze zaudert bisher, auch das ist leider ein Déjà-vu.

Am Mittwoch soll es endlich ein Krisentreffen geben, auf dem man sich hoffentlich zusammenrauft. Alles andere als eine EU-weite Vorschrift für Flüge aus China nach Pariser Vorbild (negativer Test vor Flugbeginn, Maskenpflicht im Flieger, stichprobenhafte PCR-Tests nach Landung zur epidemiologischen Überwachung) wäre verantwortungslos.

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