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Einkommen von Frauen – Abgehängt und abhängig

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Von: Bascha Mika

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Gender-Pay-Gap
Das Bruttoeinkommen klafft im Vergleich zwischen Männern und Frauen weiterhin auseinander. Das hat abermals eine Studie untersucht. (Symbolfoto) © Thomas Trutschel/Photothek.de/Imago Images

Frauen erarbeiten sich nur etwa die Hälfte des männlichen Bruttoeinkommens, so eine Studie. Wann werden sie sich endlich aus den Fallen befreien? Ein Kommentar.

Frauen sind in der Falle. Sie überlassen es ihren Männern, das meiste Geld zu verdienen. Sie übernehmen den Großteil der Sorgearbeit mit allen persönlichen Nachteilen. Sie landen in der traditionellen Rolle, selbst wenn sie es nie wollten. Warum, verdammt?

Zum einen ist da der subjektive Faktor: Beeinflusst durch Erziehung und Umfeld entscheiden sich Frauen oft genug für ein Lebensmodell, das mit ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung nicht kompatibel ist. Doch da sind auch die perfiden Strukturen. Politik und Wirtschaft sind mitverantwortlich für eine skandalöse ökonomische Schieflage zwischen den Geschlechtern. Frauen erarbeiten sich nur etwa die Hälfte des männlichen Bruttoeinkommens, so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Gender-Pay-Gap: Frauen sind abgehängt und abhängig

Es ist der Staat, der die Frauen mit einer Kombination aus Ehegattensplitting, abgabenfreien Minijobs und fehlender Kinderbetreuung in das ökonomisch sichere, aber überkommene Lebensmodell drängt. Es ist die Wirtschaft, die sich durch Jobzuschnitte, fehlende Aufstiegschancen in Teilzeit und familienfeindliche Arbeitsbedingungen zum Mittäter macht.

Interview zum Gender-Pay-Gap

Die Leiterin des Hugo-Sinzheimer-Instituts für Arbeitsrecht, Johanna Wenckebach, über den Gender Pay Gap, Löhne in der digitalen Arbeitswelt, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse in der Plattformökonomie.

Frauen sind abgehängt und abhängig. Wann werden sie sich endlich aus diesen Fallen befreien, wann selbstbestimmt die Strukturen sprengen? (Bascha Mika)

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