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Einfach statt kompliziert

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, gibt am Rande des Digital-Gipfels 2022 „Daten – Gemeinsam digitale Werte schöpfen“ eine Pressekonferenz.
Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales. © dpa/(Archivbild)

Beim Streit über das Verbrenner-Aus hat sich Minister Wissing nicht klug verhalten, was ein Vorgeschmack ist auf weitere komplizierte Debatten beim sozial-ökonomischen Umbau der EU. Der Kommentar.

So berechtigt die Kritik an dem unwürdigen Theater um das Verbrenner-Aus in der EU auch ist, am Hin und Her des Verkehrsministers Volker Wissing und damit auch an der zweifelhaften Rolle der Ampelkoalition, so sehr zeigt dieser Fall, wie kompliziert der sozial-ökologische Umbau der EU-Staaten ist. Selbst in der vermeintlich übersichtlichen Frage nach der Zukunft von nachhaltigen Neuwagen gibt es keine einfachen Antworten.

Bei verschiedenen strittigen Punkten zeigt sich, dass sich viele zwar grundsätzlich einig sind, nachhaltig wirtschaften zu wollen. Doch wenn es ernst wird, müssen die Antworten erst erarbeitet werden. Das gilt nicht nur beim Verbrenner-Aus, sondern etwa auch für die Atomkraft, die vor allem für Frankreich kaum ersetzbar ist.

Auch deshalb scheinen die Verantwortlichen in der Politik immer wieder daran zu scheitern, komplexe Sachverhalte einfach zu lösen. Es wird lieber auf offener Bühne so lange gestritten bis kaum noch jemand versteht worüber eigentlich, wie auch der Zwist um den Verbrenner zeigt.

Vergessen werden darf aber nicht, dass Phasen des Übergangs immer unübersichtlich sind. So lange das Alte noch nicht durch das Neue ersetzt ist, gibt es Rückschritte genauso wie Fortschritte - so unangenehm das auch sein mag. Bericht S. 15

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