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Zu Schlangen kommt es jetzt häufiger vor dem Impfzentrum. Renate Hoyer
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Zu Schlangen kommt es jetzt häufiger vor dem Impfzentrum. Renate Hoyer

Kommentar

Einfach impfen

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Im Frankfurter Impfzentrum nehmen die Mitarbeitenden verunsicherten Menschen mit Freundlichkeit die Sorgen vor der Impfung. Das ist vorbildlich und ein guter Weg, um die Impfquote zu erhöhen. Der Kommentar.

Was hilft gegen Corona? Impfen. Darin sind sich bis auf jene kleine Minderheit, die sich komplett verweigert, alle einig. Wie lassen sich aber Verunsicherte überzeugen, die einfach nur Angst vor den Folgen der Impfung haben? Hier gibt es keine klare Linie. Bis jetzt bleibt die Politik eine Antwort schuldig und versinkt im Morast widersprüchlicher Aussagen. Nahezu unversöhnlich streiten sich jene, die körperliche Unversehrtheit und individuelle Freiheit verfechten, mit den Hardlinern, die am Ende sogar einen Impfzwang fordern.

Es gibt einen dritten Weg, und den leben alle Mitarbeitenden im Frankfurter Impfzentrum vor. Dieser Weg heißt: einfach machen. Einfach mal vorleben, wie eine gute Erfahrung gerade für Verunsicherte aussehen kann. Und gleichzeitig die Impfung so einfach wie möglich machen.

Von der Eingangstür bis zum Verlassen der Impfstrecke begleiten in Messehalle 1.2 kompetente, gut geschulte Menschen all jene, die zum ersten oder zweiten Mal kommen, die eine Auffrischungsspritze wollen oder Beratung benötigen. Auffällig ist, dass alle offensichtlich in Freundlichkeit geschult wurden und trotz langer Schlangen immer wertschätzende und motivierende Sätze sagen. „Darf ich Ihnen beim Ausfüllen helfen? Ich beantworte Ihnen gerne jede Frage.“ Das wünscht man sich bei jedem Amt. Von der einfühlsamen Beratung durch die Ärztinnen und Ärzte des Roten Kreuzes bis hin zum freundlichen „Alles Gute“, das einem der Helfer mit dem letzten Stempel im Impfpass auf den Heimweg mitgibt – Impfen ist eine durchweg positive Erfahrung.

Hoffentlich spricht sich herum, wie menschlich eine Impfung möglich ist. Der paradoxe Haken daran: Wenn das bekannt wird, kommen noch mehr Menschen. Damit zerstört sich das System selbst. Schon jetzt ist die Schlange zu lang, sind die Wartezeit zu hoch und die Öffnungszeiten zu beschränkt. Die Hürden müssen so niedrig wie möglich sein. Es gibt keine bessere Investition gegen die Pandemie als in Personal und längere Öffnungzeiten. Und das wäre auch eine Wertschätzung für die großartigen Menschen, die dort trotz Akkord stets freundlich ihren Dienst verrichten.

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