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Ein hoher Preis

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Folgen des russischen Angriffskriegs in Charkiw.
Folgen des russischen Angriffskriegs in Charkiw. © Pavel Dorogoy/dpa

Die Nato lehnt zu Recht eine Mission in der Ukraine ab, was aber weitere Sanktionen gegen Russland nicht aussschließt. Ein Kommentar.

Völlig zu Recht haben die Nato-Verteidigungsminister es abgelehnt, der Ukraine mit einer Nato-Mission im Krieg gegen die Armee des russischen Autokraten Wladimir Putin beizustehen. Ein solcher Einsatz birgt nun einmal die Gefahr, den bewaffneten Konflikt über die Grenzen der Ukraine hinaus auszudehnen.

Das heißt aber nicht, dass die USA und die europäischen Verbündeten nicht doch noch weitere Schritte in der Auseinandersetzung mit Moskau gehen. Das tägliche Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer wird den Ruf nach weiteren Sanktionen oder mehr Unterstützung für das geschundene Land lauter werden lassen. Dies verstärken Reden wie die des ukrainischen Regierungschefs Wolodymyr Selenskyj vor dem US-Kongress oder die Reise der drei EU-Regierungschefs nach Kiew.

Unabhängig davon, ob US-Präsident Joe Biden Selenskyjs Wunsch nach Flugabwehrraketen erfüllt oder ob Deutschland und die anderen EU-Staaten weitere Sanktionen gegen Russland verhängen, wird in der dritten Woche des Abnutzungskrieges immer deutlicher, dass der Konflikt nicht so schnell endet. Damit wird immer klarer, dass Putin die Auseinandersetzung zwar nicht für sich entscheiden kann, die Ukrainerinnen und Ukrainer dafür aber einen sehr hohen Preis zahlen müssen.

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