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Nato-Erweiterung: Düstere Aussichten

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Flaggen when vor dem Nato-Hauptquartier in Brüssel. Finnlands Regierung will einen Antrag auf Beitritt zur Nato stellen. Auch bei einer Parlamentsdebatte in Schweden hat sich eine Mehrheit der Parteien für einen Antrag des Landes auf eine Mitgliedschaft in der Nato ausgesprochen. © Olivier Matthys/dpa

Finnland und Schweden fühlen sich durch Putins Krieg in der Ukraine bedroht, wollen sich der Nato anschließen und geben dafür ihre Neutralität auf. Das ist ein Verlust. Der Kommentar.

Die Nato bekommt wohl nach Finnland mit Schweden weiter Zuwachs. Sie ist also nicht hirntot sondern in Zeiten des Konflikts attraktiv. Deshalb sollte der russische Despot nicht Ursache und Wirkung umkehren, wenn er die Nato-Erweiterung kritisiert. Ohne seinen Angriffskrieg hätten die Menschen in Schweden und Finnland wohl kaum Schutz suchen müssen in dem westlichen Bündnis.

Sie hätten weiter neutral bleiben können und in anderen Konflikten womöglich vermitteln können wie in der Vergangenheit. Schweden hätte sich womöglich weiter in der Initiative zur atomaren Abrüstung engagiert. Das ist vorerst vorbei.

Denn Putin und sein Regime hat die Ukraine gezwungen, sich mit Hilfe der westlichen Staaten gegen den völkerrechtswidrigen Überfall und gegen die angekündigte Zerstörung des Landes zu wehren. Und Moskau droht anderen Staaten wie Moldawien oder liefert Finnland keinen Strom mehr.

Keiner weiß, ob und wann Putin den Konflikt weiter eskaliert, einfriert oder gar einlenkt und Tod und Zerstörung stoppt. Danach wird es lange dauern, bis das verlorengegangene Vertrauen wieder halbwegs hergestellt sein wird. Mit anderen Worten: Putin hat mit seinem Krieg nicht nur Menschen töten und Häuser zerstören lassen.

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