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Australian Open: Novak Djokovics Niederlage - Ende eines unwürdigen Schauspiels

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Von: Jakob Böllhoff

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Ein Mann geht an einem Plakat mit dem serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic im Melbourne Park vorbei. Dieser musste Australien verlassen.
Ein Mann geht an einem Plakat mit dem serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic im Melbourne Park vorbei. Dieser musste Australien verlassen. © Mark Baker/dpa

Der serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic muss Australien vor Beginn des Tennisturniers verlassen. Ein Kommentar.

Frankfurt am Main - Gut, dass es vorbei ist. Gut, dass das Bundesgericht von Australien endgültig entschieden hat, dass Tennisprofi Novak Djokovic das Land verlassen muss, gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Australian Open 2022. Ein unwürdiges Schauspiel wurde damit beendet, eines, das so gar nicht hätte stattfinden dürfen.

Der australische Tennisverband hätte dem Weltranglistenersten aus Serbien nicht glauben machen dürfen, er könne ungeimpft mit Sondergenehmigung einreisen, obwohl die australischen Grenzschützer kein Pardon kennen. So wurde Djokovic vor den Augen der Welt zum Spielball der Politik, zur Galionsfigur serbischer Nationalisten und sogar hierzulande zum Helden der Querdenker-Szene.

Novak Djokovic wird zum Helden der Querdenker-Szene

Schuld daran trägt aber natürlich vor allem Djokovic selbst, der schon in der Vergangenheit mit esoterischem Quatsch negativ auffiel. Sein erschütterndes Verhalten rund um seine Corona-Infektion Mitte Dezember prägt nun das Bild eines verantwortungslosen Sportlers, dem es nur um sich selbst geht. Er verlässt Australien, ohne einmal gespielt zu haben, mit der größten Niederlage seiner Karriere. (Jakob Böllhoff)

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