Belarus

Diktator „Gnadenlos“

  • Ulrich Krökel
    vonUlrich Krökel
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Die Herausforderinnen des weißrussischen Präsidenten sind bei der Wahl chancenlos, weil Lukaschenko sich den Sieg nicht nehmen lässt und den erwarteten Protest niederschlagen wird

Niemand sollte sich einer Illusion hingeben. Jene drei Frauen um die Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja, die Lukaschenko mit einer mutigen und klugen Kampagne herausfordern, haben keine Chance.

Sie werden keine schnelle Veränderung in Weißrussland herbeiführen können. Der Wahlsieg des Diktators Alexander Lukaschenko steht schon lange vor dem Ende der Abstimmung fest. Und sollte es danach Proteste geben, wird der Diktator zuschlagen lassen.

Lukaschenko ist überzeugt davon, dass der weißrussische Staat sein Eigentum ist. Er wird nicht loslassen, das hat er wenige Tage vor der Wahl noch einmal ausdrücklich betont: „Was man liebt, gibt man nicht her.“

Deswegen kann man nur hoffen, dass die drei Oppositionsführerinnen in Minsk mutig bleiben, aber auch klug genug sind, um ein Blutvergießen zu verhindern. Es war richtig, dass sie sich nach dem willkürlichen Verbot ihrer Abschlusskundgebung am Donnerstag den Behörden nicht widersetzt haben. Das lässt hoffen.

Bericht S. 8

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