Die Wahl lief nicht gut für den Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp (l.) und Heinz-Christian Strache von der Partei „Team HC Strache - Allianz für Österreich“.
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Die Wahl lief nicht gut für den Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp (l.) und Heinz-Christian Strache von der Partei „Team HC Strache - Allianz für Österreich“.

Kommentar

Wahlen in Wien: Die Schlappe der Rechten macht Hoffnung

  • Thomas Kaspar
    vonThomas Kaspar
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Ein Sieg der Sozialdemokraten, Niederlagen der rechten FPÖ und ihres Ex-Chefs Strache: Es ist nicht alles gut, aber das Signal ist nicht zu unterschätzen. Der Kommentar.

Auf den ersten Blick lässt die Wahl in Wien hoffen. Die Rechten haben einen desaströsen Absturz erlebt, und Rot-Grün hat leichte Gewinne erzielt. Die FPÖ fällt von 30 auf weniger als neun Prozent. Gescheitert ist auch die Abspaltung des einstigen FPÖ-Obmanns Heinz-Christian Strache. Die AfD in Deutschland hat immer wieder angemahnt, man müsse den Methoden der FPÖ im Nachbarland nacheifern, um erfolgreich zu sein. Nur zu, kann man sich nach deren Debakel in Wien nur wünschen.

Wahlen in Wien: Schadenfreude ist nicht angebracht

Die Analyse der Wahl verbietet aber jede Schadenfreude. Gut ein Drittel der einstigen FPÖ-Wähler gewinnt die ÖVP mit dem neuen erzkonservativen Kurs. Zur SPÖ wechselte hingegen kaum jemand zurück. Ein großer Teil der FPÖ-Wähler verzichtete lieber ganz auf die Stimmabgabe und geht der Demokratie auch mit ihrem Protest verloren.

Aber: Die Wiener Sozialdemokratie schafft es bis heute, ihre Klientel im traditionell roten Wien zu aktivieren. Die Hoffnung bleibt: Manchmal zahlen sich sozialer Wohnungsbau und faire Nahverkehrstarife eben doch aus.

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