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Die Linke: Entnervt aufgegeben

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Von: Pitt von Bebenburg

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Susanne Hennig-Wellsow ist zurückgetreten.
Susanne Hennig-Wellsow ist zurückgetreten. © Chris Emil Janssen/imago

Nach dem Rücktritt von Linken-Chefin Hennig-Wellsow wird es dauern, bis die Partei wieder zu einer bundesweit beachteten Stimme für Frieden, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit werden kann. Erst muss sie ihre eigene Handlungsfähigkeit wiederherstellen. Der Kommentar.

Als die beiden neuen Linken-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler ihr Amt vor gut einem Jahr antraten, hofften sie auf einen „Aufbruch für Frieden, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit und eine starke Linke bei den anstehenden Wahlen“. Daraus ist nichts geworden.

Vor einem Scherbenhaufen

Stattdessen steht die Linkspartei vor einem Scherbenhaufen. Verlorene Wahlen, Zerstrittenheit in Friedensfragen und keine wahrnehmbaren Impulse für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit: Die Linke führt politisch nur noch eine Randexistenz. Die belastenden Vorwürfe um sexualisierten Machtmissbrauch innerhalb der Partei lassen die Nerven endgültig blank liegen.

Der entnervte Rücktritt der Parteichefin Hennig-Wellsow markiert diesen Einschnitt sehr sichtbar. Doch es war schon vorher erkennbar, dass es so nicht weitergehen kann für die Linke.

Destruktive Fehden

Es war nie leicht, eine „pluralistische Partei“ zusammenzuhalten, wie sie sich selbst nennt. Wenn aus einem produktiven Pluralismus destruktive Fehden werden, fliegt alles auseinander.

Es wird dauern, bis diese Partei wieder zu einer bundesweit beachteten Stimme für Frieden, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit werden kann. Erst muss sie ihre eigene Handlungsfähigkeit wiederherstellen.

Der FR-Leitartikel: Die Linke am Abgrund

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