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Kommentar

Die Chefin als Rollenmodell

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Donata Hopfen tritt die Nachfolge als künftige Liga-Chefin in der DFL an. Ein Kommentar.

Eigentlich hatte die englische Premier League vorlegen wollen. Susanna Dinnage sollte 2019 das global operierende Fußball-Unterhaltungsunternehmen führen. Kurz vor Amtsantritt zog die Medienmanagerin zurück. Sie blieb lieber Chefin des Tierkanals.

Deshalb wird nun die deutsche Fußball-Bundesliga mit Donata Hopfen zur Vorreiterin. Der künftigen Ligachefin wird vom Aufsichtsrat zugetraut, einen guten Job zu machen. Und natürlich wird die Digital- und Medienexpertin auch als Role Model im Männerbusiness Profifußball dienen. Nach dem Rückzug von Katja Kraus aus dem Vorstand des Hamburger SV 2011 bis zum Einstieg von Christina Rühl-Hamers als Finanzchefin bei Schalke 04 hatte es neun Jahre lang keine weibliche Führungskraft in der Bundesliga gegeben. Es ist längst Zeit für mehr.

Donata Hopfen kennt sich in ihren Spezialthemen besser aus als in den Umkleidekabinen der Fußballarenen. Das ist gut so. Internationalisierung und Digitalisierung sind die großen komplexen Themen, die sie bei schwindenen Erlösen bearbeiten muss. Der Druck ist immens. Zumal der Deutsche Fußball-Bund als potenzieller Partner an ihrer Seite noch weit davon entfernt ist, fürs darniederliegende Präsidentenamt eine Führungskraft ihres Gewichts zu präsentieren.

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