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Die Botschaft des Preises

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Von: Thomas Borchert

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Ohne Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft ist der Kampf ums Klima genauso wenig zu gewinnen wie der um soziale Gerechtigkeit und Frieden, lautet die Botschaft der Alternativen Nobelpreise. Ein Kommentar.

Wenn der eitle Disput um den Vizekanzler-Titel dem Spitzenpersonal bei den Grünen in Berlin doch noch ein bisschen Luft lässt, sollte der Blick Richtung Norden gehen. Die Alternativen Nobelpreise aus Stockholm sind wie immer durch und durch grün geprägt. Stärker als in der Vergangenheit hat die Jury jetzt eine Gemeinsamkeit der vier Ausgezeichneten ins Zentrum gestellt: Dass sie ausdauernd, beharrlich und erfolgreich immer auch die Mobilisierung von „unten“ ins Zentrum gestellt haben.

Sie ist der Aktivistin Wandou in Kamerun gegen die mörderischen Boko-Haram-Terroristen genauso gelungen wie in Russland dem Umweltschützer Sliwjak gegen einen autoritären Staat und mächtige Industrieinteressen. Ohne immer wieder neu zu stimulierende Aktivitäten direkt aus der Zivilgesellschaft ist der Kampf ums Klima genauso wenig zu gewinnen wie der um soziale Gerechtigkeit und Frieden, lautet die Botschaft der Alternativen Nobelpreise. Perfekt im Timing auch ein paar Tage nach der Bundestagswahl und ein paar Wochen vor der Klimakonferenz in Glasgow.

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