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Die Armee, die Europa braucht

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Von: Peter Rutkowski

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Inklusiv, tolerant, friedenspolitisch geschult: So muss eine Armee für die EU aussehen. In ihr sollten alle nationalen Streitkräfte zusammengeführt sein. Ein Kommentar.

Die europäische Armee ist die friedlichste der Welt (selbst die Schweizergarde in Rom hat mehr Kriegserfahrung) – es gibt sie nämlich nicht. Selbst die paar binationalen Einheiten, die es gibt, waren noch nie im Einsatz. Quasi das pazifistische Paradies.

Tatsächlich ist das nur politisches Geschwätz. Europas Verantwortung und Eigenständigkeit: Ist nicht ernst gemeint und nimmt auch kaum wer ernst. Große Worte, um zu kaschieren, dass die Politchargen bei jedem Einsatz meist nur um den Verlust von Macht und Einfluss fürchten. Sie gehören eben nicht jener Zeit an, die zwei Weltkriege durchlitt und die deshalb bereit war, Militär anders zu konzipieren und für den Frieden streiten zu lassen.

An jenen, die UN und Europa schufen, gilt es sich zu orientieren – nach dem Ende der afghanischen Irrungen. Eine europäische Armee muss her, der Zusammenschluss aller nationalen EU-Streitkräfte. Vor allem aber muss sie für unsere Zeit konzipiert sein, soll inklusiv und tolerant sein. Sie braucht friedenspolitische Bildung, entwicklungstechnische Expertise und diplomatisches Geschick. Eine Jahrhundertaufgabe.

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