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Deserteure: Europäische Union sollte Russen aufnehmen

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Von: Viktor Funk

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Mithilfe von Helikoptern will das russische Militär Deserteure finden und zurück an die Front bringen.
Mithilfe von Helikoptern will das russische Militär Deserteure finden und zurück an die Front bringen. (Symbolbild) © Handout/AFP

Die EU muss Wege finden, denen Zuflucht zu gewähren, die vor dem Militärdienst fliehen. Denn im Umgang mit ihnen drücken sich auch westliche Werte aus.

Wenn im Westen über den verbrecherischen Krieg Russlands gegen die Ukraine gesprochen wird, dann beruft man sich auch immer auf westliche Werte, die da verteidigt werden. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt zu zeigen, wie ernst es der Westen mit diesen Werten meint – etwa beim Schutz eines jeden Menschenlebens, auch des Lebens der Russen, die jetzt zwangsmobilisiert werden und aus dem Land zu entkommen versuchen. Die EU muss Wege finden, diesen Menschen eine Zuflucht zu gewähren.

Russische Deserteure - Wer nicht schießt, der tötet nicht

Man kann über Rufe nach Asyl in der EU für die Kriegsunwilligen wütend sein, wie etwa der scheidende ukrainische Botschafter Andrij Melnyk. Zu Recht empört er sich über das lange Schweigen dieser Russen angesichts des Sterbens in der Ukraine. Aber zu westlichen Werten gehört es eben auch, nicht wie Putin zu denken und immer weiter den Krieg mit neuem „Kanonenfutter“ zu verlängern. Wer nicht schießt, der tötet nicht.

Putin schwächen, heißt nicht nur, der Ukraine die nötigen Waffen in die Hand zu geben, sondern auch an der Achillesferse des Kremlherrschers anzusetzen – bei seiner unmotivierten, verängstigten, schlecht ausgebildeten und unorganisierten Armee. Je weniger Soldaten für Putin in den Krieg ziehen, desto weniger sterben – auch auf der ukrainischen Seite. (Viktor Funk)

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