Lukaschenko wird den erwachten Freiheitswille in Belarus nicht mehr unterdrücken können.
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Lukaschenko wird den erwachten Freiheitswille in Belarus nicht mehr unterdrücken können.

Ausnahmezustand

Lukaschenko greift in Belarus zum letzten Mittel

  • Ulrich Krökel
    vonUlrich Krökel
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Die Menschen in Belarus wollen den Wandel und lassen sich von der Gewalt der Diktatur nicht aufhalten – deshalb bereitet Lukaschenko den Ausnahmezustand vor. Der Kommentar.

Alexander Lukaschenko greift zum letzten Mittel. Im Ringen um die Macht in Belarus schickte der Diktator Fallschirmjäger in mehrere Provinzen. Zuvor hatte er sich bei Wladimir Putin versichert, dass Russland auch eine militärische Form der Konfliktlösung unterstützt. Damit wird die Verhängung des Ausnahmezustands in Belarus immer wahrscheinlicher.

Den Protest gegen die gefälschte Wahl konnte Lukaschenko nicht stoppen, obwohl er zunächst nachgab und Inhaftierte freiließ. Auch Gewalt half ihm nicht. Am Sonntag karrten seine Schergen dann Tausende Unterstützer des Regimes in die Hauptstadt Minsk, damit sie für den Herrscher demonstrierten. Das beeindruckte niemanden.

Doch der erwachte Freiheitswille in Belarus lässt sich nicht mehr unterdrücken. Also bleibt nur noch Flucht – oder der Ausnahmezustand. Angesichts von Putins Unterstützung wird Lukaschenko nicht weichen. Der Schlussakt ist das noch nicht. Die Menschen in Belarus haben längst gezeigt, dass sie Wandel wollen. Gewalt allein wird sie nicht mehr umstimmen.

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