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Der Traum verpufft

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Von: Peter Rutkowski

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Auch nach dem Brexit kommt es immer wieder zu Streit zwischen der EU und Großbritannien.
London und Brüssel sprechen miteinander.  © Stefan Rousseau/dpa

Die britische Regierung nähert sich wieder vorsichtig der EU an, um die ungeklärten Fragen des Brexit auszuräumen, damit es ökonomisch wieder aufwärts gehen kann. Der Kommentar.

London und Brüssel sprechen miteinander. Wieder. Ernsthaft. Praktisch zum ersten Mal seit 2016. Zölle zwischen britischer Insel und Nordirland? Kann man doch ganz pragmatisch verhandeln. Der Europäische Gerichtshof? Ist doch eigentlich gar nicht so schlecht. Verwundern darf diese Volte nicht, geht es für Rishi Sunaks Regierung schließlich ums nackte Überleben.

Der völlige Kollaps der kritischen Infrastruktur in England und Wales, die galoppierende Verarmung von Millionen Menschen, die negative Wirtschaftsentwicklung – nur durch beinhart opportunistischen Pragmatismus werden sich die längst ausgebluteten Konservativen retten können.

Downing Street weiß das nun. Im Unterhaus wabert noch der Traum vom „Brexit Empire“, und in Nordirland versuchen die unionistischen Neandertaler die Evolution aufzuhalten. Ihr Untergang und die Abwahl der Torys bei nächster Gelegenheit sind aber so gut wie sicher. Und die EU wird dabei hoffentlich – pragmatisch – Sterbehilfe leisten. Denn der Tod des Brexit bedeutet das Überleben von Nordirland, von Europa und das der Menschen in Britannien.

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