Alexander Gauland fürchtet einen „Zerfall“ seiner Partei.
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Alexander Gauland fürchtet einen „Zerfall" seiner Partei.

„Zerfall“ der Partei

Gaulands untauglicher Versuch, die AfD zu retten

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Fraktionschef Alexander Gauland will mit alarmierenden Worten seine AfD einen, löst aber das Problem der Rechten nicht. Der Kommentar.

Die politischen Gegner der AfD sollten sich nicht zu früh freuen. Nur weil AfD-Bundestagsfraktionschefs Alexander Gauland davon spricht, er fürchte den „Zerfall“ seiner Partei, ist dieser Verein für Rechtsextreme und Demokratieverächter nicht am Ende. In Umfragen liegt die sogenannte Alternative für Deutschland noch bei acht Prozent.

Gauland will mit seinen alarmierenden Worten den Dauerstreit über den Fall des rechtsextremen Andreas Kalbitz beenden und die Partei wieder in die Erfolgsspur bringen. Zugleich versucht er, die Verantwortung für den politischen Niedergang der AfD von sich zu schieben, wenn er sagt, er könne die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiere. So spricht einer, der Angst hat dort zu enden, wo frühere Mitstreiter wie Bernd Lucke und Frauke Petry bereits sind: in der politischen Bedeutungslosigkeit.

Das tatsächliche Problem der AfD ist aber ein anderes. Gauland und seine Verbündeten können die Corona-Krise nicht für ihre Zwecke nutzen. Nationalistische Parolen helfen nicht gegen Covid-19.

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