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Nach den Landtagswahlen: Der neue Politikstil der Grünen

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Von: Thomas Kaspar

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Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.
Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. © Kay Nietfeld/dpa

Die Grünen entwickeln im Moment der Siege einen Regierungsstil für den Wandel. Ein Kommentar.

Krisen prägen Persönlichkeiten, Persönlichkeiten prägen sich in Krisen ein.

„Von hier an anders“ hat Robert Habeck sein neues Buch genannt. Diese Idee einer anderen Art der Machtausübung erzählt er derzeit in jede Kamera. Ihr Thema Klimaschutz hatten die Grünen schon, nun entwickeln sie gerade im Moment der Siege einen Regierungsstil für den Wandel.

Olaf Scholz: Der eine Sieg wird verallgemeinert, Niederlagen igoniert

Einen neuen Stil hat sich auch Olaf Scholz verordnet. Konsequent positiv verallgemeinert er den einen Sieg und ignoriert die Niederlagen anderswo. Deutlich erkennbar stößt er in die Lücke, die Angela Merkel hinterlässt, und bietet seine Staatsmann-Schulter zum Anlehnen an. Menschen mit inhaltlichen Bedürfnissen wird das tief unbefriedigt lassen, aber er schafft den menschlichen Ausgangspunkt, das Fundament, auf dem die SPD bis September aufbauen kann.

Die Grünen haben keinen Kanzlerkanditaten

Armin Laschet schließt dagegen keine Lücke, er ist sie selbst. Zu spät, zu unklar positioniert er sich nach der Korruptionsaffäre. Unsichtbar ist er bei der Wahlschlappe der Union.

Die Grünen haben ein Versprechen und einen neuen Stil, aber noch keinen Kanzlerkandidaten (oder Kandidatin). Die SPD hat einen Kandidaten und arbeitet am Stil, hat aber noch kein klares Versprechen. Und die CDU?

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