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Der Freiheit den Vorzug

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Von: Tatjana Coerschulte

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Demo vor dem Obersten US-Gericht in Washington.
Demo vor dem Obersten US-Gericht in Washington. © Jose Luis Magana/dpa

Dass der US-Bundesstaat am Recht auf Abtreibung festhält, lässt hoffen, dass das Urteil des Supreme Court nicht zwangsläufig einen Rollback nach sich zieht. Ein Kommentar.

Gemessen am sonst hohen Freiheitsideal der USA könnte man diesen Streit unamerikanisch finden: In dem Land, das Selbstbestimmung als Wert kultiviert, ist das moderne Abtreibungsrecht zu einem Kampfplatz der politischen Lager geworden, seit das Oberste Gericht die landesweite Freigabe gekippt hat. Das sensible Thema wird nun im Wahlkampf verheizt.

Dass Wählerinnen und Wählern das durchschauen, zeigt das deutliche Ergebnis der Abstimmung im US-Bundesstaat Kansas. Obwohl man es in der konservativen Region anders erwartet hätte, will die Mehrheit beim Schwangerschaftsabbruch eine liberale Regelung. Das sollten sich Erzkonservative und Fundamentalist:innen gut merken: Während sie Ideologie in Beton gießen, wünschen Wähler:innen die Möglichkeit, selbst über sich zu bestimmen und dies auch anderen zu ermöglichen.

Die Abstimmung lässt hoffen, dass das Urteil des Supreme Court nicht zwangsläufig einen Rollback beim Abtreibungsrecht nach sich zieht. Dieses Erbe des Donald Trump lässt sich einhegen – es ist allerdings mühsam.

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