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Wer neue Regeln für den Sexmarkt schreibt, will einen Sumpf austrocknen, der sich dort ausgebreitet hat
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Wer neue Regeln für den Sexmarkt schreibt, will einen Sumpf austrocknen, der sich dort ausgebreitet hat

Prostitution

Der falsche Weg

  • Karin Dalka
    vonKarin Dalka
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Der Vorstoß der Union beim Thema Prostitution zielt am Ende auf ein Sexkaufverbot, das wenig bringt und kontraproduktiv wirkt. Ein Kommentar.

Prostituierte müssen 21 Jahre alt sein und Freiern ihre Gewerbeanmeldung zeigen. Das schlägt die Union vor. Hier ein Gegenvorschlag: Das Mindestalter gilt für Freier, Sexarbeiterinnen schauen sich deren Personalausweise an. Ein Verstoß gegen den Datenschutz? Bevormundend und obendrein unrealistisch?

Wer neue Regeln für den Sexmarkt schreibt, will einen Sumpf austrocknen, der sich dort ausgebreitet hat. Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zuhälterei sind widerwärtige Verbrechen. Das Positionspapier der Union enthält gute Ansätze, sie zu bekämpfen. Aber die Denkrichtung stimmt nicht: Sie zielt am Ende auf ein Sexkaufverbot, das wenig bringt und kontraproduktiv wirkt. Es verschiebt die Prostitution in die Illegalität, wo Frauen noch weniger vor Gewalt und sexueller Ausbeutung geschützt sind.

Aussichtsreich ist allein der Weg, die Sexarbeiter:innen zu stärken, zu stärken und zu stärken - damit sie selbst die Regeln bestimmen. Und dabei alles zu unterlassen, was die Frauen zusätzlich stigmatisiert und - wie das Mindestalter - für sie nach Schikane riecht.

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