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Der Ausgleich ist überfällig

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Von: Friederike Meier

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Menschen im globalen Süden bekommen die Klimakrise schon heute viel stärker zu spüren, wie die Flutkatastrophe in Pakistan in diesem Jahr wieder deutlich gemacht hat.
Menschen im globalen Süden bekommen die Klimakrise schon heute viel stärker zu spüren, wie die Flutkatastrophe in Pakistan in diesem Jahr wieder deutlich gemacht hat. © Ahmad Kamal/Imago

Endlich bewegt sich was - wenn auch nur auf symbolischem Niveau: Als erstes Industrieland zahlt Dänemark Staaten, die vom Klimawandel stark betroffen sind, Hilfen aus. Der Kommentar.

Dänemark ist das erste Industrieland, das einem Entwicklungsland Geld für Verluste und Schäden des Klimawandels zahlt. Etwas mehr als einen Monat vor Beginn der Klimakonferenz in Ägypten kann das trotz des sehr niedrigen Betrags einen Stein ins Rollen bringen.

Seit Jahrzehnten bemühen sich besonders vom Klimawandel betroffene Staaten darum, von den Industrieländern Geld für den Ausgleich der Schäden zu bekommen, die sich nicht mehr vermeiden lassen.

Und es fehlt nicht an Vorschlägen für die Finanzierung. So rief etwa UN-Generalsekretär António Guterres in der vergangenen Woche die Industrieländer dazu auf, eine Übergewinnsteuer für fossile Unternehmen einzuführen und damit Länder zu unterstützen, die unter der Klimakrise leiden.

Das hätte auch den Vorteil, dass die Verschmutzer selbst zahlen müssen, nämlich die Unternehmen, die mit der Klimazerstörung Gewinn machen.

Doch egal, woher das Geld schlussendlich kommt: Die Industrieländer müssen sich in Ägypten endlich ihrer Verantwortung stellen. Denn Menschen im globalen Süden bekommen die Klimakrise schon heute viel stärker zu spüren, wie die Flutkatastrophe in Pakistan oder die Dürre in Ostafrika wieder deutlich gemacht haben.

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