Juan Carlos
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Juan Carlos, Archivbild aus dem April 2010.

Ex-König Juan Carlos und die schwarzen Kassen

Denkmalsturz in Spanien

  • Martin Dahms
    vonMartin Dahms
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König Felipe VI. hat sich keinen Gefallen damit getan, seinen Vater ins Exil zu schicken, obwohl Juan Carlos weder wegen Korruption angeklagt noch verurteilt ist. Der Kommentar.

Juan Carlos de Borbón ist im Exil geboren und wird wahrscheinlich im Exil sterben. In der Zwischenzeit machte er eine Karriere als der Mann, der einen wesentlichen Beitrag zum Übergang Spaniens in die Demokratie und dessen Verteidigung gegen rechte Putschisten leistete.

Das zählt heute alles nicht. Juan Carlos ist aus dem Land gejagt worden, weil er dunkle Konten führte mit Geld ungeklärter Herkunft. Juan Carlos ist nicht Apple, seine Steuervermeidungsstrategien stehen einem König schlecht an, kein Aktionär beklatscht ihn dafür. Der alte König ist keiner Straftat überführt, auch nicht angeklagt, er wird noch nicht einmal, weder von der Schweizer noch von der spanischen Justiz, als Beschuldigter geführt. Er ist nur ein Mann im Fadenkreuz.

König Felipe VI. hat sich keinen Gefallen damit getan, seinen Vater ins Exil zu schicken. Es ist ein Zeichen der Schwäche. Medien und Populisten müssen nur genug Lärm machen, um die Monarchie in die Knie zu zwingen. Sollte die spanische Monarchie wider Erwarten demnächst untergehen, hätte sie es sich selber zuzuschreiben.

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