Gebeutelte Unternehmen

Mit der 30-Stunden-Woche aus der Corona-Krise

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Die Corona-Krise trifft viele Unternehmen hart. Mindestens in einer Branche könnte eine 30-Stunden-Woche die richtige Antwort auf die Corona-Krise sein. Der Kommentar.

  • Unternehmen können nun in der Corona-Krise wieder besser Prognosen erstellen
  • Corona-Krise trifft Automobilindustrie besonders hart
  • 30-Stunden-Woche könnte in der Automobilindustrie Arbeitsplätze retten

Frankfurt - Der Nebel lichtet sich allmählich: Immer mehr Unternehmen können wieder abschätzen, wie es für sie in den kommenden Monaten weitergeht. Belege dafür sind, dass börsennotierte Firmen wieder Prognosen erstellen, während sie unmittelbar nach Ausbruch der Corona-Pandemie darauf verzichteten.

Wandel in Autobranche Gewerkschaft bangt um deutsche Jobs

30-Stunden-Woche könnte während Corona-Krise in der Automobilindustrie Arbeitsplätze retten

Und es werden Konsequenzen gezogen aus den neuen Annahmen. Wo Unternehmen davon ausgehen, dass ihr bisheriges Geschäft sich dauerhaft verändern wird, werden die Strukturen angepasst und Personal auf- oder abgebaut.

Besonders stark trifft die Corona-Krise die Automobilindustrie. Bei ihnen wirkt sie wie in Brandbeschleuniger, da sie ohnehin schon mit der Transformation zu E-Autos und automatischem Fahren ringen. Diese ist einerseits teuer und wird andererseits dazu führen, dass weniger Personal benötigt wird.

IG-Metall schlägt in Corona-Krise 30-Stunden-Woche vor

Es ist deshalb richtig, dass die Gewerkschaft IG Metall nun Vorschläge macht, wie diese schwierige Situation gemeistert werden kann, ohne dass es zu Entlassungen im großen Stil kommt. Die Einführung einer 30-Stunden-Woche, möglicherweise auch nur vorübergehend, ist sehr bedenkenswert. Sie könnte viele Menschen in Arbeit halten, während sie zugleich Zeit hätten sich umzuorientieren. Über weitere kluge, auch staatliche Instrumente, sollte nachgedacht werden. Von Daniel Baumann

Die Vier-Tage-Woche bietet viele Vorteile und ist ein Modell für die Zukunft der Arbeit nach der Corona-Pandemie. Ein Gastbeitrag von Zukunftsforscher Daniel Dettling.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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