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Statt junger Demokratie steht ein neuer starker Präsident an der Spitze Kirgistans.
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Statt junger Demokratie steht ein neuer starker Präsident an der Spitze Kirgistans.

Kirgistan

Demokratie abgewählt

  • Ulrich Krökel
    vonUlrich Krökel
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In Kirgistan hat sich das Volk in einer freien Wahl für einen starken Mann an der Spitze entschieden, weil es genug hatte von den Defiziten der jungen Demokratie. Ein Kommentar.

Wenn ein selbst ernannter Übergangspräsident bei einer Wahl 80 Prozent der Stimmen einfährt, klingt das verdächtig. Im Fall Kirgistan kommt hinzu, dass der Sieger Sadyr Schaparow zuletzt wegen eines Putschversuchs im Gefängnis saß. Dennoch ist sein Triumph wohl nicht ergaunert. Die Menschen in Kirgistan hatten genug vom Chaos der vergangenen Jahre und wählten deshalb einen nationalistischen Populisten mit Hang zur Autokratie.

Schaparow hat seinen Landsleuten versprochen, hart durchzugreifen. Damit er das tun kann, hat er sich per Referendum zusätzliche Befugnisse gesichert. Aber auch das wollten die Menschen so. Anders formuliert: In Kirgistan hat sich das Volk in einer freien Wahl für einen starken Mann an der Spitze entschieden, weil es mehrheitlich genug hatte von den Defiziten der jungen Demokratie.

Das ist umso bitterer, als die kleine Hochgebirgsrepublik lange ein Hoffnungsschimmer in Zentralasien war. Vorbei. Vorerst. Spätestens die Freiheitsrevolte in Belarus hat gezeigt, dass man die Menschen im postsowjetischen Raum nie als autoritätshörig abschreiben sollte.

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