Ein Sieg für die Debattenkultur: Das letzte TV-Duell von US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.
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Ein Sieg für die Debattenkultur: Das letzte TV-Duell von US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden ging gesitteter zu.

Kommentar

Debatte statt Geschrei

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Vom gesitteten Streit im TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und Joe Biden profitiert vor allem der demokatische Herausforderer, ohne dabei zu brillieren. Ein Kommentar.

Wenn sich US-Präsident Donald Trump und der demokratische Herausforderer Joe Biden streiten, ohne zu schreien, dann gewinnt zuerst die Debattenkultur. Und dann Biden. Denn die gesittete Diskussion während des zweiten und letzten TV-Duells kam vor allem ihm zugute. Dafür musste er nicht brillieren. Es reichte ihm, seine weitgehend aus dem Wahlkampf bekannten Positionen zu wiederholen und Patzer zu vermeiden. Er wählte diese eher zurückhaltende Strategie nicht nur, um weiter als anständiger, berechenbarer und rationaler Politiker zu erscheinen, sondern auch, um seinen deutlichen Vorsprung in Umfragen nicht zu gefährden. Spannend, wegweisend oder gar begeisternd war er hingegen ganz und gar nicht.

Trump auf der anderen Seite hatte zwar seine Momente. Doch der Amtsinhaber benötigt einen neuen Impuls für seine Kampagne, um noch aufholen zu können. Er verzichtete deshalb darauf, seinen Kontrahenten aggressiv und oft zu unterbrechen, um unentschlossene Wählerinnen und Wähler für sich zu gewinnen.

Stattdessen setzte er vor allem auf dubiose Vorwürfe gegen die Familie Biden, die angeblich in umstrittene Geschäfte verwickelt sein soll. Doch weder im Rededuell noch medial hat Trump mit dieser Strategie punkten können.

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