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Corona-Testpflicht

Corona-Testpflicht: Inakzeptable Zustände - Unternehmen müssen Schnelltests ermöglichen

  • Thomas Kaspar
    VonThomas Kaspar
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Unternehmen sollen Corona-Schnelltests gratis zur Verfügung stellen, wenn kein Homeoffice möglich ist. Doch ohne Druck passiert nichts. Ein Kommentar.

  • Viele Unternehmen stellen keine Corona-Schnelltests zur Verfügung.
  • Eventuell müssen die Berufstätigen ihre Rechte selbst erstreiten.
  • Ein Kommentar zur Impfkampagne in Deutschland von FR-Chefredakteur Thomas Kaspar.

Wie sich viele Unternehmen bei der Pandemiebekämpung verhalten, ist inakzeptabel. Auf Wunsch der Bundesregierung sollen sie Corona-Schnelltests gratis zur Verfügung stellen, wenn Homeoffice unmöglich ist. Doch ohne Druck passiert nichts, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags zeigt: Vier von fünf Firmen bieten derzeit keine Tests an. Ein Sprecher der Arbeitgeberverbände sagte zudem, „Tests seien unmöglich in alle Arbeitsabläufe integrierbar“.

Corona-Schnelltests: Vorschriften sind möglich

Auf gut Deutsch: Das kostet Geld und ist umständlich. Die zugegeben spitze Antwort: Vielleicht sollte etwa lieber auf Taschenkontrollen verzichtet und die Zeit für kostenlose Tests genutzt werden. Das wäre nicht nur ein Baustein zur Pandemiebekämpfung, sondern auch ein Stück Wertschätzung für Beschäftigte, die trotz Virusbedrohung weiter zur Arbeit gehen. Dass es geht, zeigen die Gesundheits- und Pflegeberufe. Dass Vorschriften möglich sind, lebt Sachsen seit Mitte März vor.

Coronavirus

Alle Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Corona-News.

Corona-Schnelltests: Gewerkschaften müssen Druck massiv erhöhen

Bis spätestens 12. April will Minister Jens Spahn prüfen, ob die private Wirtschaft ohne Vorschriften Tests eingeführt hat. Bis dahin müssen die Gewerkschaften den Druck massiv erhöhen. Wenn die Regierung es nicht schafft zu liefern, dann müssen die Berufstätigen ihre Rechte selbst erstreiten. (Thomas Kaspar)

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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